Der männliche Anteil, die Arterhaltung Teil 3

Der Mann

Willkommen zum dritten Teil meines Reproduktionsleitfadens, in ihm wollen wir uns dem vermeintlich starken, jedoch nicht so ansehnlichen Geschlecht widmen, dem Mann. Einer der wohl größten Unterschied zur Frau besteht in der Tatsache, dass die männliche Physiologie keine periodisch wiederkehrenden Ereignisse kennt, viele Männer reagieren zwar auf periodisch stattfindende sportliche Ereignisse wie etwa Fußballspiele oder Automobilrennen, wobei der Grund hierfür laut aktuellem Forschungsstand nicht in der männlichen Physiologie zu suchen ist. Hier vermutet man einen stammesgeschichtlich relativ alten Auslöser, der von vielen anerkannten Verhaltensbiologen als der sogenannte „Stellvertretereffekt“ bezeichnet wird. In frühen Zeiten waren die männlichen Vertreter der männlichen Spezies in Ermangelung geeigneter geschlechtsmaximierender Vorrichtungen wie etwa Luxusuhren, Sportwagen oder repräsentativer Unterkünfte dazu gezwungen mit Hilfe überlegener körperlichen Leistungen (Muskelkraft, Intelligenz, Schnelligkeit und so weiter und so fort) eine potentielle Partnerin zu beeindrucken. Zahlreiche technische Entwicklungen haben aber mittlerweile dafür gesorgt, dass der heutige Mann nicht mehr so sehr auf eben besondere körperliche Fähigkeiten angewiesen ist um zum Paarungserfolg zu gelangen, er in seinem Unterbewusstsein aber nach wie vor eine gewisse Bringschuld seinem Weibchen gengenüber sieht, was dazu führt, dass er sich während der Beobachtung eines sportlichen Wettkampfes immer mehr mit den handelnden Akteuren identifiziert und so dann seine „Bringschuld“ sozusagen unterbewusst auf den Sportler überträgt. Dies spiegeln besonders so Kommentare wie etwa „Wir haben gewonnen“ (wobei der Anteil des fernsehenden Sportkonsumenten am Sieg einer Fußballmannschaft wohl eher als gering zu betrachten ist) oder etwa „der Schiedsrichter hat es halt nicht sehr gut mit uns gemeint“ (auch hier stellt sich die Frage ob etwaige Strafentscheidungen eines Unparteiischen auch Auswirkungen auf den Biertrinkenden Fan vor dem Fernseher haben, dies darf aber eher bezweifelt werden), ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt ist die Tatsache, dass viele Männer sportlichen Wettkämpfen, die früher eher Männern vorbehalten waren nun aber auch von Frauen ausgeführt werden, eher skeptisch gegenüber stehen und selbst beste Leistungen unwillkürlich herabwürdigen bzw. ins lächerliche ziehen, was vermutlich in einer unbewussten Angst vor einer unabsichtlichen Homosexualisierung zu suchen ist. Eine weitere Eigenheit vieler Männer, die mittlerweile auch bei manchen Frauen beobachtet werden konnte, ist der Hang in regelmäßigen und fallweise auch in regelmäßigen Abständen mit Hilfe verschiedenster alkoholischer Erzeugnisse eine Autosedierung vorzunehmen. Auch hier tappt die Wissenschaft, was den Grund für dieses doch eher seltsam anmutende Phänomen betrifft, noch weitgehend im Dunkeln. Eine der Theorien geht dahin, dass der Mann so versucht seine Paarungsbereitschaft zu steigern, ganz genau weiß man es aber nicht. Kommen wir nun zu den anatomischen Besonderheiten des Mannes, die ihn im Wesentlichen von der Frau unterscheiden. Auch hier werden wie bereits bei der Frau auch viele verschiedene Merkmale zu Geschlechtsorganen erklärt, die eigentlich wenig bis gar nichts damit zu tun haben. So sehen viele Männer wie auch Frauen im Bartwuchs einen Teil der Männlichkeit, was allerdings völliger Unsinn ist, wären dann ja auch sehr viele Frauen im Grunde genommen Männer, selbiges gilt für den Rest der Körperbehaarung wie etwa der besonders in den Achtziger Jahren überaus beliebten Brustbehaarung. Ein weiteres Merkmal, das oft und gerne in Sachen Männlichkeit ins Treffen geführt wird, wäre die Muskulatur des Mannes. Unzählige vergleichende Obduktionen haben schlussendlich zur Erkenntnis geführt, dass sich die Muskulatur des Mannes weder im Umfang noch in der Struktur von jener der Frau unterscheidet, sie gilt also keineswegs als Geschlechtsorgan. Ein weiteres Merkmal, das von vielen Verhaltensforschern als „externes“ Geschlechtsorgan angesehen wird aber keineswegs einen Teil des männlichen Fortpflanzungsapparates darstellt wäre die übertriebene Darstellung ausgewählter Konsumgüter, wie etwa Kraftfahrzeuge und anderer Luxusgüter, in der Absicht die Paarungsbereitschaft eines potenziellen Weibchens zu steigern. Kommen wir nun aber zum eigentlichen Fortpflanzungsorgan, dem Penis. Wie das bereits besprochene weibliche Geschlechtsorgan wird auch das männliche mit verschiedensten Pseudonymen versehen. Ganz vorne in der Beliebtheit findet sich der Ausdruck „Schwanz“ (vermutlich angelehnt an die Fähigkeit einiger Männer damit auch zu wedeln, die Stellung kann es nicht sein, schließlich befindet er sich hierfür ja auf der falschen Körperseite), „Nudel“ (vermutlich wird hier ein Vergleich der Form des Penis zur Suppeneinlage gezogen) oder auch Pimmel (hier ist die wahre Ätiologie auch strittig, viele gehen aber davon aus, dass hier ein Vergleich zum Klangerzeuger der Glocke gezogen wird). So wie Frauen versehen auch Männer ihre Fortpflanzungsorgane mit individuellen Namen, allerdings wesentlich häufiger und durchaus nicht nur wie jetzt vielleicht erwartet, mit männlichen Vornahmen, hier kommen auch oft Ausdrücke zur Verwendung, die rohe Gewalt oder Kraft vermitteln sollen wie etwa Schwert, Hammer oder auch Tiger und so weiter und so fort. Der Penis, um bei seinem eigentlichen Namen zu bleiben, erscheint immer in Begleitung, nämlich den beiden Hoden, in Anlehnung an ihre Form auch oft Nüsse, Bälle oder auch Glocken genannt. Auch sie zählen zu den männlichen Geschlechtsorganen, in ihnen wird der männliche Anteil eines möglichen neuen Steuer- und Sozialversicherungszahlers hergestellt und auch gelagert, sie befinden sich in einem praktischen Aufbewahrungsort, dem Hodensack. Der Penis variiert in seinen Erscheinungen, im Ruhezustand zeigt die Spitze relativ entspannt in Richtung Erdmittelpunkt und dient lediglich der Absetzung des Urins. Dieser Zustand macht einen erfolgreichen Paarungsakt allerdings unmöglich, weshalb die Evolution den Penis mit, in seinem Schaft regelmäßig verteilten, hydraulischen Kissen ausgestattet hat. Diese Kissen versetzen den Penis in die Lage, sich in seiner Struktur zu versteifen und aufzurichten. In diesem Zustand zeigt das Glied dann in einem leicht erhöhten Winkel nach vorne und befindet sich jetzt so zu sagen im Gefechtsmodus. Anders als die weibliche Vagina erscheint der männliche Penis in verschiedenen Größen, wobei ein bis jetzt nicht genau erforschter Effekt dafür sorgt, das der eigentliche Besitzer seinen Penis scheinbar fast immer wesentlich größer wahrnimmt und seine Dimensionen daher auch immer leicht übertrieben kommuniziert (teilweise bis zum doppelten oder gar dreifachen der eigentlichen Länge). Grundsätzlich gilt, dass seine gesamte Oberfläche sexuell nutzbar ist, allerdings bildet lediglich seine Spitze (auch Eichel genannt) die eigentliche Reizquelle, weshalb sie auch in einigen Kulturen völlig freigelegt wird. Auch der zuvor genannte Hodensack ist in der Lage bei einem gewissen Maß an Zuwendung ein Reizerlebnis zu vermitteln dies kann aber in seiner Bedeutung hinsichtlich einer erfolgreichen Paarung durchaus vernachlässigt werden. Auch Männer können mit diversen verhaltensbiologischen Eigenheiten aufwarten, die man so nur bei ihnen findet und die Frauenwelt regelmäßig in Erstaunen versetzen. Ich will aber, da sie reproduktionstechnisch wenig bis keine Bedeutung haben, jetzt nicht weiter darauf eingehen. Nun, da wir jetzt auch den Mann im Groben erklärt hätten wollen wir uns dann im nächsten Teil dem eigentlichen Fortpflanzungsakt, der Paarung, zuwenden.

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