Der eigentliche Akt, die Arterhaltung Teil 5

Der eigentliche Akt

Da sie nun alle, sagen wir mal, administrativen Komponenten der Fortpflanzung kennen gelernt und sich scheinbar endgültig mit postnatalem Schlafentzug abgefunden haben können wir ja nun zum Grande Finale, also dem eigentlichen Geschlechtsakt kommen. Hierbei handelt es sich, unzähligen Büchern, Liedern und bewegten wie auch unbewegten Lichtbildern zum Trotz ganz unspektakulär, um die einfachste Möglichkeit zweier adulter Hominiden den Fortbestand ihres genetischen Materials sicherzustellen. Wie auch sonst im Leben besteht auch dieser Vorgang aus mehreren ineinander übergreifenden Phasen, wobei man aber erwähnen sollte, dass nicht alle davon unbedingt notwendig sind, um zum Paarungserfolg zu gelangen.

  • Phase 1: Das Vorspiel. Diese Phase dient, neuesten Erkenntnissen zu Folge, in erster Linie dazu, die sexuelle Nutzfläche des Weibchens mit ausreichend Schmierstoff zu versehen, sowie das primäre Geschlechtsorgan des Männchens auf eine für den Geschlechtsakt geeignete Konsistenz zu bringen. Man könnte sie daher auch getrost als „Einführungs- oder Vorbereitungsphase“ bezeichnen.
  • Phase 2: Der Geschlechtsakt. Während dieser Phase findet der eigentliche Geschlechtsakt statt, also jener Vorgang, bei dem der männliche Penis in die korrespondierende Öffnung der weiblichen Vagina verbracht wird. Sie wird oft auch als „Arbeitsphase“ bezeichnet, sie mündet im Idealfall in einer erfolgreichen Vereinigung des weiblichen und männlichen Geschlechtsproduktes.
  • Phase 3: Die Nachbereitung. Nun trennen sich das männliche Motiv so allmählich vom weiblichen, weshalb man hier auch zwischen der „Bindungs- bzw. Kettungsphase“ bei der Frau und der „Abkühlungs- bzw. Neuorientierungsphase“ beim Mann unterscheidet.

Das Vorspiel

Ein weiblicher und männlicher Protagonist haben also eine geeignete Wirkungsstätte gefunden, sowie sämtliche notwendige Formalitäten (geeignetes Umfeld schaffen, notwendige Körperteile freilegen, notwendigen sedativen Zustand herbeigeführt, um etwaige optische Divergenzen auszugleichen usw.) erledigt. Was nun? Ganz einfach erklärt. Das Männchen sollte nun zu allererst, für einen geeignete Reibungskoeffizienten der Vagina als auch der unmittelbaren Umgebung rund um ihre Öffnung (hier sollte ein Umkreis von etwa 4-6 cm völlig ausreichen) sorgen. Dies geschieht am zuverlässigsten mithilfe der international anerkannten Streich- bzw. Druckmethode. Bei dieser Methode bewegt der Mann einen oder auch mehrere Finger in rhythmischen Bewegungen (wobei es hier völlig unerheblich ist, ob die Bewegung geradlinig oder kreisförmig ausgeführt wird, wichtig ist ein gewisses Maß an Kontinuität) in der Region, in der er den Kitzler verortet hat. Hier ist auch ganz wichtig, dass das Männchen einen gewissen Druck in Richtung Körperkern aufbaut, jedoch sollte dieser Druck einen halben Newtonmeter nicht überschreiten, da dies sonst zu Verletzungen wie etwa Organrupturen oder Frakturen führen kann (ungeübte Männer können dies verhindern, indem sie sich anstelle der Finger ihrer Zunge bedienen, oder die Frau bitten selbst für den gewünschten Schmiereffekt zu sorgen). Ich möchte hier noch anraten, in gewissen Abständen die vaginalen Innenwände auf ihren Feuchtigkeitsgrad hin zu überprüfen. Dies geschieht am Besten indem der Mann entweder Zeige- oder Mittelfinger einführt und danach auf seine Gleitfähigkeit überprüft. Der Reibungswiderstand sollte auf ein Maß herabgesetzt werden, welches einen möglichen Stick-Slip-Effekt weitgehend ausschließt. Eine weitere Aufgabe, die dieser Phase zufällt, ist die Herstellung eines für den Geschlechtsakt notwendigen Härtegrades des primären männlichen Geschlechtsorganes, er sollte 1500 Janka nicht unterschreiten. Dieser Vorgang ist bei männlichen Individuen, die erst vor kurzem ihre Geschlechtsreife erlangten, relativ einfach, hier reicht bereits die Freilegung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale. Mit fortschreitendem Alter des Männchens gestaltet sich dieser Vorgang jedoch immer schwieriger, weshalb gewisse Maßnahmen zu setzen sind. Als besonders zuverlässig hat sich die sogenannte Hohlhandmethode erwiesen, sie funktioniert folgendermaßen: das Weibchen legt den Penis in die geöffnete Hand, formt anschließend so lange eine Faust, bis sie ihn ganz umschließt und übt leichten Druck auf das noch weiche Glied aus. Nun bewegt sie ihre Hand geradlinig alternierend zwischen der Ansatzstelle des Penis am Torso und seiner Spitze (erkennbar an der kleinen Öffnung). Nach einer Weile sollte sich dann eine gewisse Steifigkeit einstellen. Sollten diese Bemühungen allerdings nicht zum gewünschten Ergebnis führen kann die Frau mithilfe einer als „Blowjob“ bekannten Methode ihre Bemühungen intensivieren. Diese bei Männern besonders beliebte Methode funktioniert folgendermaßen. Die Frau umschließt das männliche Glied mit ihren Lippen und stellt in ihrem Mundraum einen moderaten Unterdruck her (dieser sollte aber -1 Bar nicht unterschreiten, da sonst die Gefahr besteht, dass die Frau unabsichtlich die beiden Hoden aus ihrem Skrotum entfernt). Nun bewegt sie ihren Kopf langsam, aber rhythmisch zwischen Penisbasis- und Spitze. Sollte sich auch jetzt keine Veränderung des Härtegrades einstellen bleibt nur noch der Weg in der Pharmazie, dieser wird dann aber in einem anderen Artikel veranschaulicht.

Der Geschlechtsakt

Wollen wir es mal militärisch ausdrücken, die Frau hat ein geeignetes Deckungsloch und der Mann hat durchgeladen, einem Gefecht steht nun nichts mehr entgegen. Widmen wir uns nun also dem eigentlichen Geschlechtsakt. Als Geschlechtsakt wird jener Vorgang bezeichnet, in welchem das männliche Glied in die weibliche Vagina eingeführt wird. Ziel ist hier eine erfolgreiche Befruchtung der weiblichen Eizelle. Dies kann auf verschiedenen Wegen geschehen. Umgangssprachlich wird dies auch oft als Vögeln (vermutlich eine Anlehnung an das eilegende Huhn), bumsen (vom in einander krachen zweier Fahrzeuge im Zuge eines Verkehrsunfalls abgeleitet) oder auch ficken (hier liegt die Ätiologie noch weitgehend im Dunkeln) bezeichnet, der Vorgang ist jedoch immer derselbe. Obwohl es im Grunde genommen keine besondere Rolle spielt, auf welche Weise der Penis seinen Weg in die Vagina findet haben sich einige Stellungen über die Jahrhunderte nicht zuletzt auf Grund ihrer Einfachheit durchgesetzt. Eine davon wäre die Variante, in der das Weibchen mit leicht gespreizten Beinen auf dem Rücken liegt und der Mann in einem leicht erhöhtem Winkel auf ihr, eine andere, auch sehr beliebte Variante postiert die Frau sitzend in der Reiterstellung auf den rücklings liegenden Mann, und zu guter Letzt sei noch jene Stellung erwähnt, die bei fast allen quadrupeden Tierarten, allen voran den namensgebenden Hunden (Canis lupus familiaris) das Mittel der Wahl ist: der Doggystyle. Bei letzterem ist beim ungeübten Männchen allerdings immer die Gefahr gegeben, dass es im Eifer des Gefechtes die beiden zu tage tretenden Öffnungen verwechselt und unabsichtlich den Mastdarm des Weibchens penetriert, was von jeder Frau anders aufgenommen wird und im schlimmsten Fall zu ernsten Verletzungen des Männchen führen kann, auf jeden Fall aber führt es nicht zum eigentliche Ziel, einer erfolgreichen Fortpflanzung. Befindet sich der Penis nun in der richtigen Öffnung sollte sich zumindest einer der beiden Protagonisten so bewegen, dass sich das Glied in einer gewissen Rhythmik abwechselnd rein und raus bewegt, wobei es nach Möglichkeit die Vagina nie ganz verlassen sollte. Wird dieser Vorgang einige Zeit beharrlich fortgesetzt endet er in den allermeisten Fällen mit dem Orgasmus des Mannes. Er ist daran zu erkennen, dass aus dem Glied eine milchig schimmernde schleimige Flüssigkeit austritt, sie enthält die eigentlichen Geschlechtsprodukte des Mannes und sollte daher, wenn möglich noch in der Vagina abgegeben werden. Neuste Erkenntnisse haben gezeigt, dass auch Frauen in der Lage sind während des Aktes einen Orgasmus zu durchleben, dessen Wichtigkeit hinsichtlich einer erfolgreichen Fortpflanzung allerdings umstritten ist. Sollte es dann nicht nach spätestens neun Monaten zu einer Entbindung kommen ist dieser Vorgang zu wiederholen.

Die Nachbereitung

Kommen wir nun zum letzten und auch kürzesten Teil der Fortpflanzung, in ihm trennen sich die Interessen der beiden Parteien. Das Weibchen versucht nun das Männchen langfristig zu binden, dies geschieht bereits in der postkoitalen Phase mithilfe verschiedenster Taktiken, von denen hier der Einfachheit und Kürze halber nur die sogenannte „Klammertaktik“ erwähnt sein soll. Zuerst versucht die Frau unmittelbar nach dem erfolgten Geschlechtsverkehr die Bewegungsfreiheit des Mannes mit Hilfe verschiedenster Ringkampfähnlicher Techniken einzuschränken, sobald dies gelungen ist stellt sie ihm in der Hoffnung, dass der Mann seine Gegenwehr einstellt weitere Paarungsversuche in Aussicht. Heute geht man davon aus, dass das Weibchen auf diese Art und Weise versucht, den postejakulativen Fluchtreflex des Mannes zu unterbinden, um die Versorgung der potenziellen Brut sicher zu stellen. Beim Männchen verhält sich die Geschichte jedoch ein klein wenig anders. Medizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass nahezu alle Männer während eines Geschlechtsverkehrs lediglich den Inhalt eines Hodens nutzen, also im ungenutzten noch genug Pulver für ein weiteres Gefecht im Beutel haben. Da das gegenwärtige Weibchen allerdings bereits befruchtet ist besteht beim Männchen kein weiteres Interesse an einer Paarung, weshalb er umgehend wieder in den Werbungsmodus verfällt, was daran zu erkennen ist, dass er danach trachtet einige Entfernung zwischen sich und der Frau zu bringen. Dies versucht er, indem er sich langsam aber besänftigend vom Weibchen entfernt.

Dies wäre dann im Großen und Ganzen die Geschichte, wie die Babys in den Bauch der Mütter gelangen. Ich wünsche frohes Gelingen.

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